NEVAP: "Die meisten Pflegekräfte lassen sich impfen"

Die Impfbereitschaft des Pflegepersonals in diakonischen Pflegeeinrichtungen entspricht nach Einschätzung des NEVAP mit 60 bis 70 Prozent den Vergleichszahlen in den jeweiligen Altersgruppen der Gesamtbevölkerung.

Frank Pipenbrink, Geschäftsführer des NEVAP e.V.
Frank Pipenbrink, Geschäftsführer des NEVAP e.V.

"Nach Stichproben in unseren Mitgliedseinrichtungen wollen sich 60 bis 70 Prozent der Pflegekräfte gegen  Covid-19 impfen lassen", sagte Frank Pipenbrink, NEVAP-Geschäftsführer und Referent Pflege beim Diakonischen Werk in Niedersachen, gegenüber der Presse, "es gibt Skeptiker und viele, die erst einmal abwarten möchten. Die Dauer der Immunität nach der Impfung ist schließlich noch unbekannt und weitere Impfstoffe kommen erst noch auf den Markt." Nur etwa 10 bis 15 Prozent des Pflegepersonals seien strikt gegen eine Impfung. Dies unterscheide sich aber nicht von anderen Berufsgruppen.

Pipenbrink plädierte dafür, stärker über die Covid-19-Impfung aufzuklären und für sie zu werben: "Eine solche Kampagne hat auch bei der Grippeschutzimpfung im Herbst 2020 zu einer erheblichen Steigerung der Impfbereitschaft unter den Pflegekräften geführt." Letztendlich sei dann aber der Impfstoff zu knapp gewesen, um alle Pflegenden mit ihm zu versorgen.

Bei den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime ist die Impfbereitschaft höher als beim Personal, sie liegt bei 80 bis 95 Prozent. "Unsere Bewohner sind durchschnittlich 86,5 Jahre alt" so der NEVAP-Geschäftsführer. Im Falle einer Covid-19-Erkrankung sei die Sterblichkeit in dieser Altersgruppe besonders hoch. Insofern sei es verständlich, dass die Senioren aufgeschlossener seien als die Pflegekräfte, die aufgrund ihres Alters im Fall einer Erkrankung mit milderen Verläufen rechnen könnten.

 

 

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