NEVAP: „Wir brauchen eine Bildungsoffensive für Pflegeassistenten“

Der Niedersächsische Evangelische Verband für Altenhilfe und Pflege (NEVAP) fordert eine Bildungsoffensive für Pflegeassistenzkräfte in Niedersachsen. Das Schulgeld soll abgeschafft und die Zugangsmöglichkeit zur Qualifizierung langjährig erfahrender Hilfskräfte in der Pflege attraktiver und niedrigschwelliger werden.
 

„Wir begrüßen die seit Anfang 2021 geltende gesetzliche Regelung, die unseren Pflegeinrichtungen ermöglicht, zusätzlich qualifizierte Pflegeassistenzkräfte beschäftigen zu können“, sagt Sabine Weber, Vorsitzende des NEVAP, „aber es gibt leider viel zu wenige davon auf dem Arbeitsmarkt.“

Deshalb müsse man jetzt mit einer landesweiten Bildungsoffensive reagieren. Die diakonischen Einrichtungen der Altenpflege hätten ein starkes Interesse daran, die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich zu verbessern, so Weber: „Wir sind aber auf die Unterstützung durch begleitende bildungspolitische Maßnahmen angewiesen.“ Als eine erste Maßnahme sei erforderlich, dass das Land, analog der Regelungen zu Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen, das Schulgeld für die Pflegeassistenzkräfte an freien Schulen übernehme.

Potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern müssten deutliche Anreize gesetzt werden, erläutert der stellvertretende NEVAP-Vorsitzende Sven Schumacher: „Wir haben viele langjährig beschäftigte Hilfskräfte in den Einrichtungen, die wir gerne motivieren würden, sich zu qualifizieren.“ Diese Personengruppe sowie Neu- und Quereinsteiger könnten aber nur gewonnen werden, wenn berufsbegleitende und verkürzte Möglichkeiten zur schulischen Nachqualifizierung angeboten würden, so Schumacher.

 

 

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07.01.2021
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