NEVAP unterstützt Entschließungsantrag zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Vorsitzender Sundermann bittet Niedersächsischen Ministerpräsidenten um Zustimmung im Bundesrat

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Der Niedersächsische Evangelische Verband für Altenhilfe und Pflege e.V. unterstützt einen Entschließungsantrag der Bundesländer Hamburg, Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung im Bundesrat, der am 12. April zur Abstimmung steht.

"Wir begrüßen sehr, dass mit diesem Antrag das drängende Problem einer notwendigen Reform der Pflegeversicherung auf die politische Tagesordnung gesetzt wird", sagte NEVAP-Vorsitzender Christian Sundermann.

Kern der Initiative sei die Deckelung des Eigenanteils von Pflegebedürftigen für die pflegebedingten Aufwendungen und damit eine Umkehr vom bisherigen Leistungsprinzip, wonach die Leistungen der Pflegeversicherungen begrenzt sind. Die hohe Arbeitsverdichtung in den Pflegeeinrichtungen, die fehlende Wertschätzung und Unzufriedenheit im Berufsfeld Pflege und der zunehmende Fachkräftemangel seien schon heute gravierende Probleme.

Als große Belastung in der vollstationären Pflege würden die Eigenanteile der Versicherten für die pflegebedingten Aufwendungen wahrgenommen. Ihre Höhe ergebe sich insbesondere aus den begrenzten vollstationären Sachleistungen der Pflegeversicherung. Hinzu komme, dass das Heimentgelt neben den Eigenanteilen für die pflegebedingten Aufwendungen auch noch Kosten der Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten umfasse.

"Auch wenn im Detail das eine oder andere Element der Reforminitiative auch von uns kritisch gesehen wird und sicherlich noch sehr viel Diskussionsbedarf besteht: Die Finanzierung der Pflege gehört auf die politische Agenda. Ein politischer Impuls zu einer Reform der Pflegeversicherung ist dringend notwendig und zu unterstützen", so Sundermann.